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WIE sag ich's meinem Kinde?

  • WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo an alle,


    seit einiger Zeit wird in den "Fragen an EZS-Eltern" unter dem Titel "Fluch oder Segen?" über die Frage diskutiert, ob wir unseren Kindern erzählen werden, dass sie dank einer Eizellenspende entstanden sind.
    Die Meinungen sind sehr unterschiedlich und wurden teilweise, denke ich, auch sehr heftig vertreten.
    Nun hat Narzisse vorgeschlagen, ein Thema zu eröffnen, in dem sich die "Befürworter der Aufklärung" über ihre Vorstellungen und Erfahrungen austauschen können.
    Was ich also hiermit tue. Und ich hoffe, ich habe mich damit nicht vorgedrängt, liebe Narzisse :razz:


    Meine erste Frage, wäre nun nochmal an die gerichtet, die bereits Kinder dank EZS haben und es ihnen gesagt haben, wie das so lief...


    Viele GRüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Maria,


    danke für diesen Ordner. Gerade für mich noch "Uentschlossene" ist es super gut, zu hören, wie die Aufklärung bei anderen verläuft.


    Vielleicht sollte man Ines und Chris bitten, die Inhalte des Fluch oder Segen Ordnern hier mit reinzutun?


    Es gab ja schon einige super Argumente/ Aspekte, die hierher gehören...


    LG Claudia

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Malo,


    danke.


    Seit ich dieses Forum kenne - und das sind fast 5 Jahre - habe ich noch nicht von einer Mutter bzw. Vater gelesen, der konkret von der Aufklärung berichtet hat.


    Bisher haben alle, die sich vor der Schwangerschaft oder zumindest bis zur Geburt als Befürworter der Aufklärung bekannt haben, dann einen Rückzieher gemacht.


    Soweit ich mich erinnere, bin ich also die Erste hier, die "es" dann auch wahr macht und bereits konkrete Schritte unternommen hat.


    Daher komme ich mir schon fast wie ein Versuchskaninchen vor, auf dessen Versuchsausgang alle warten.


    Ich bin einmal gespannt, ob sich hier außer mir noch jemand meldet - glaube es aber eher nicht.


    Liebe Grüße


    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • Versuchskaninchen? :-)


    Hallo Narzisse,
    was meinst Du denn, mit den eingeleiteten Schritten?


    Ich habe bereits meiner ältesten Schwester und einigen engen Freunden die "volle Wahrheit" über unsere IVF erzählt.
    Bei meiner Mutter und dem Rest der Familie denke ich z.Zt. noch, ich warte, bis ich ihnen ein munteres Baby vorstellen kann. Das kann sich aber auch noch ändern und vielleicht sage ich es schon vorher. Meine Situation ist ja so, dass ich ein totgeborenes Kind hatte, und meine Mutter ist jetzt sehr angespannt und wird es bis zur hoffentlich glücklichen Lebendgeburt bleiben. Daher will ich ihr im Moment nicht noch einen Grund zum Kopfzerbrechen und Grübeln geben. (Obwohl, wenn ich das so schreibe, frag ich mich, würde sie sich weniger Sorgen machen, wenn sie es wüssste??? Nochmal drüber nachdenken.......)


    Übrigens: eine meiner deutschen (sehr katholischen) Freundinnen hat ein bisschen komisch reagiert. Aber ihre Einwände sind viel allgemeinerer Art gegen IVF, so nach dem Motto: und Deine anderen Kinder sind im Kühlschrank und werden evt. weggeworfen! Naja...........


    Im Moment warte ich ja sogar noch auf den positiven Schwangerschaftstest, bin aber sehr zuversichtlich. Gerade WEIL es eine EZS ist, bin ich zuversichtlich. Auf die Gefahr hin, dass es sehr kalt klingt, aber das junge genetische Material gibt nun mal die besten Chancen. Und da ich durch den Schock über den Tod unseres Kindes ins Klimakterium kam, sozusagen ganz ohne "Wechsel"jahre, ist eine Spende auch die absolut einzige Möglichkeit für mich, nochmal biologische Mutter eines Kindes zu werden. Das ist also sooooooooo wichtig, dass ich garantiert keinen "Rückzieher" machen werde, wie Du es nennt. Von den philosophischen und psychologischen Überlegungen mal ganz abgesehen.


    Erzählst Du mal ein bisschen von Dir, wie alles so war und ist mit Deinen ureigenen Kindern, die Du dank EZS hast?
    Liebe Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Narzisse,


    es gibt eine Frau, die vor längerer Zeit mal hier sehr aktiv war, und 7 jährige EZSP- Zwillings-Jungen hat, und die Frau hat mit der Aufklärung begonnen.... Näheres weiß ich nicht, weil ich noch keine Zeit hatte, auf Ihr Angebot, mit dem Telefonieren, zurückzukommen.


    Ich habe mir übrigens gerade eben das Bilderbuch zur EZSP bestellt, nachdem Du ja so begeistert warst, von dem Bilderbuch zur Emby- Spende. Bin mal gespannt. Momentan überwiegt nämlich bei mir der Gedanke, aufzuklären sei besser.


    LG Claudia

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo,


    liebe Malo, das tut mir sehr sehr leid mit deinem verlorenen Kind - das wusste ich nicht. Ich hoffe ganz doll, dass du bald mit einem oder 2 Babies belohnt wirst. Der Verlust wird aber wohl immer Teil deines Lebens sein.


    Ich bin übrigens auch schon lange (wurde mit 31 J. festgestellt) in den Wechseljahren und habe daher die Embryospende gemacht.


    Mit konkreten Schritten meinte ich z. B. dass wir ein Buch haben, mit dem wir unsere Älteste demnächst bei Gelegenheit "einweihen" möchten.


    Es gab und gibt nämlich viele Frauen hier im Forum, die genau wie du ihre Mutter und auch Freunde eingeweiht haben aber trotzdem das Kind nicht aufklären wollen. Das finde ich zwar sehr riskant - wenn ich nicht aufklären wollte, würde ich niemanden einweihen - aber viele tun es trotzdem.


    Claudia - meinst du vielleicht "Frowlein"? Sie hat Zwillinge aus Valencia und wurde früher hier im Forum oft wegen ihrer Auffassungen und ihrer Vorliebe für Valencia (obwohl man das ja verstehen kann, wenn es geklappt hat - wir sind Vlc ja auch sehr dankbar) angegriffen, daher kann ich mich noch an sie erinnern. Ihre Erfahrungen würden mich total interessieren - sie wohnt ja glaube ich in Hamburg, oder?


    Claudia - ich bin gespannt wie dir das Buch gefällt - hoffentlich bist du nicht enttäuscht?


    Ansonsten sind wir eine ganz normale Familie. Ich bin eine ganz normale Frau und Mutter, die z. Z. auch ganz normal erschöpft von der vielen Arbeit mit den Kindern, Haushalt etc. ist.


    Auch das Aufklären wird sicher nicht so spektakulär sein. Es wird erst einmal wahrscheinlich wie eine ganz normale Gute-Nacht-Geschichte erzählt und dann, wenn es sich ergibt, immer mal wieder von uns angesprochen werden. Der Alltag mit 3 kleinen Kindern erfordert enorm viel Kraft. Da können wir uns auch gar nicht zu viele Gedanken machen.


    Die Gene spielen für mich, je älter die Kinder werden, übrigens eine immer geringere Rolle. Bei mir wächst das Selbstbewusstsein als Mutter immer mehr seit ich sehe, wie gut sich die Große entwickelt. Sie ist z. B. sprachlich sehr weit und kommt sehr gut mit anderen Kindern klar. Zu Anfang habe ich manchmal so komische Gedanken gehabt wie "vielleicht wäre sie bei ihren "anderen Eltern" glücklicher?" Das denke ich jetzt bei den Kleinen gar nicht mehr.


    Komischerweise sehe ich jetzt dem Größerwerden der Kinder viel positiver entgegen, seit mein Mann und ich uns definitiv zum Aufklären entschlossen haben. Früher dachte ich manchmal: Schade, jetzt ist sie schon so groß!


    Claudia: Die Kryo-Konservierung der Embryos ist für die katholische Kirche wohl der Knackpunkt überhaupt! Genau deswegen sind sie wohl generell gegen IVF etc. Die Tochter unseres evangelischen Pastors (die wiederum mit einem Pastor verheiratet ist) ist aber z. B. selbst Mutter eines heiß ersehnten ICSI-Kindes.


    Die Embryoadoption ist in den USA durch eine christliche Organisation "Snowflakes" erst in Gang gekommen. Sie sehen Embryos als kleine Menschen an. Dies entsprach genau unserer Auffassung und darüber sind wir zu unserer Entscheidung für die Embryospende gekommen.


    Später mehr - jetzt muss ich kochen. Die Kleinen schlafen gerade noch, weil sie heute morgen so früh wach waren, aber gleich haben sie Hunger!


    Also - ich fände es schön, wenn wir hier zusammen bleiben könnten.


    Liebe Grüße von


    Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    [quote author=Narzisse2 link=topic=5125.msg61135#msg61135 date=1225279382]
    Hallo,



    Es gab und gibt nämlich viele Frauen hier im Forum, die genau wie du ihre Mutter und auch Freunde eingeweiht haben aber trotzdem das Kind nicht aufklären wollen. Das finde ich zwar sehr riskant - wenn ich nicht aufklären wollte, würde ich niemanden einweihen - aber viele tun es trotzdem.


    [size=10pt][size=10pt]Habe schon die Erfahrung gemacht, das einer meiner besten Freundinnen, die die Wahrheit weiß, sich versehentlich verplappert hat, als wir abends weg waren......
    allerdings wissen bei uns keinerlei Verwandte bisher die volle Wahrheit (nur, das es ICSI war, ist bekannt)..., nur ein paar meiner Freundinnen sind aufgeklärt (die Freunde meines Mannes wissen auch alle nichts). Und wenn wir unsere Kinder mal aufklären, heißt das nicht automatisch, das es auch die Verwandten alle wissen werden, hoffe ich. Denn z.B. meiner Schwiegermutter ist es schon "peinlich", das wir künstliche Befruchtung gemacht haben, und sollen das aus ihrer Sicht auch schon "verschweigen". EZSP wäre für sie vermutlich eine mittlere Katastrophe, zumal sie auch sehr gläubig ist.
    [/size] [/size]



    Claudia - meinst du vielleicht "Frowlein"? Sie hat Zwillinge aus Valencia und wurde früher hier im Forum oft wegen ihrer Auffassungen und ihrer Vorliebe für Valencia (obwohl man das ja verstehen kann, wenn es geklappt hat - wir sind Vlc ja auch sehr dankbar) angegriffen, daher kann ich mich noch an sie erinnern. Ihre Erfahrungen würden mich total interessieren - sie wohnt ja glaube ich in Hamburg, oder? [size=10pt][size=10pt]JA[/size][/size]








    Also - ich fände es schön, wenn wir hier zusammen bleiben könnten. [size=10pt][size=10pt]ICH AUCH![/size][/size]


    Liebe Grüße von


    Narzisse








    [/quote]

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Narzisse,
    freut mich, dass Du ein bisschen von Dir erzählt hast :razz:
    3 kleine Kinder sind sicher mit 'ner Menge Arbeit verbunden! Zum Glück weisst Du ja, dass Du sie wirklich wolltest, gell?
    Habe übrigens mal wo gelesen "Es ist völlig normal, dass man manchmal Lust hat,sein Kind aus dem Fenster zu werfen. Es ist nicht normal, dass man es tut!"


    Hallo Claudia,
    ja , das mit dem sich Verplappern ist so'ne Sache.


    Eine deutsche Ärztin hatte mir gesagt: "Wenn sie sicher sein wollen, dass das Kind es von Ihnen erfährt, darf es sonst in der Familie niemand wissen."
    Zuerst fand ich das logisch, bis mein Psychotherapeut, der mich und meine Geschichte seit Jahren kennt, mir sagte: " Oder Du sagst es dem Kind/den Kindern von Anfang an, immer wieder, wenn sich die Gelegenheit bietet, von ganz klein an, und irgendwann werden sie es verstehen, immer ein bisschen mehr, und irgendwann werden sie nachfragen..." Und das finde ich jetzt noch besser.


    Ich möchte auch von Anfang an über den grossen Bruder sprechen, der leider nicht lange gelebt hat!
    Im Moment denke ich, ich möchte unser Familiensystem durch Figürchen ganz sichtbar im Wohnzimmer aufstellen. Ich habe angefangen, mich umzusehen, wo es welche geben könnte, die mir gefallen und die kindgerecht sind. (Vielleicht werden es Playmobilfigürchen (grins).)
    Auf alle Fälle brauche ich Papa und Mama, die ein nettes Gesicht haben, dann ein schlafendes Kind, für unser verstorbenes Söhnchen, zwei Kinder (hoffentlich) und ja, eine Figur für die Eizellenspenderin, am liebsten eine, die nur etwas abstrakt eine Frau darstellt, ohne genaue Gesichtszüge, da wir sie ja nicht kennen. Die würde ich etwas in den Hintergrund stellen.


    Ich hoffe, dass ich schöne Figuren finden kann, bzw. ich werde so lange suchen, bis ich etwas habe. Es ist ja gerade eine gute Zeit für Weihnachtsfiguren. Hab schon mal auf ebay geguckt und simple, unbemalte Holzfiguren gefunden, das könnte was sein. Denn ich brauche nun mal ein schlafendes Baby mit geschlossenen Augen und eine "Frau ohne Gesicht". Die anderen könnte ich bemalen, wenn ich mich als grosse NIcht-Künstlerin traue, oder ihnen etwas Buntes anziehen. Ja und am liebsten hätte ich noch zwei Kätzchen, die gehören nämlich auch zur Familie :razz:


    Und wenn dann so etwas im Wohnzimmer steht, wird man sicher schon mit kleinen Kindern ganz ungezwungen über die Figürchen und die Familie sprechen können.
    Wenn jemand hübsche Figuren kennt, freue ich mich über Tips!


    Claudia, Du schreibst, Deiner SchwiMu ist's peinlich... Nun, ich habe meiner Mutter von der IVF erzählt (sie ist 81 und erzkatholisch), und, oh Wunder: "Die Tochter (oder wars die Schwiegertochter?) von der Frau X (auch gutkatholisch) hat auch so etwas gemacht! Die sind nach "die grosse Stadt" gefahren und mussten es 2x probieren und haben jetzt süsse Zwillinge." ..... Wer hätte es gedacht, aber so konnte sie es einordnen, und irgendwie war's ok ! Sie hat da auch gehört, dass das für die Frau recht schwer ist, und wünscht mir alles Gute. Was will ich mehr!
    Kennst Du nicht jemand, den Deine SchwiMu kennt, von denen Du weisst, dass...? Kann sein, dass sowas "hilft"...


    So, habe heute etwas Zeit an der Arbeit, aber jetzt muss ich doch ein bisschen schaffen


    Liebe Grüsse rundum, Maria :hallo:

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Malo,


    das mit den Figuren ist eine schöne Sache. Von Playmobil gab es mal Figuren, die waren weiß, zum selberbemalen. Finde ich insofern gut, weil damit könnten die Kinder wirklich spielen und man kann es gut mit Zubehör ergänzen, bei Holzfiguren ist das schon schwieriger. Meist bekommt man ja nur die klassischen Krippenfiguren.


    LG Claudia

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Claudia,


    danke für den Tip mit weissen Playmobilfiguren! Mal sehen, ob die sich (noch?) auftreiben lassen.


    Viele Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
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  • Test :-(


    Hallo allerseits,
    ich weiss nicht, ob Ihr es schon an anderer Stelle gesehen habt, mein Test war negativ...


    Mir wurde von der Ärztin, wie ganz selbstverständlich, vorgeschlagen, den Kryotransfer (3 Embryos warten auf uns) direkt durchführen zu lassen, und mir scheint das auch das Richtige zu sein.
    Jetzt warte ich also, dass ich Blutungen kriege. Wenn sie, dieses Wochenende anfangen, klappt es gerade noch, bevor mein Mann gut 2 Wochen weg ist. Sollten sie auf sich warten lassen, besteht die Gefahr, dass es knapp werden könnte, seufz...


    Also, mal sehen, wieder hoffen, anders hoffen...


    Viele Grüsse, Maria.

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
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    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Malo,
    tut mir sehr leid mit deinem Negativen Test so was ist sicher nicht leicht zu verkraften ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Glück für einen weiteren Versuch.


    Also mich interessierte das Thema Aufklärung auch sehr.
    Aber erstmal schnell noch was zu Glauben und solchen Behandlungen.
    Also meine Familie ist auch hoch Katholisch und bevor sie mal begriffen haben in was für einer Not ich stecke mit meiner ungewollten Kinderlosigkeit, waren sie der Meinung "es ist alles von Gott gegeben und wenn er nun mal nicht möchte das ich Kinder bekomme dann soll ich das so annehmen und nicht damit spielen".
    Im übrigen sahen sie eine Eizellspende oder Embryospende als ein Handel mit einem Geschenk Gottes!
    Man kann den Katholischen Glauben und die kath. Christen sicher nicht alle über einen Kamm scheren aber ich würde schon sagen das solch versteifte Meinungen dort häufiger vertreten sind, was aber auch daraus resultiert das sich die meißten ja mit diesen Thema nie auseinander gesetzt haben, Was in so einer Behandlung überhaupt geschieht und in was für einer Not die Betroffenen sind.
    Ja und ich selbst auch Katholisch kann nur sagen, es ist ein Segen das es diese Art von Behandlungen gibt und vielleicht sollte man es auch mal so sehen, dass vielleicht Gott extra dafür gesorgt hat, dass solche Behandlungen entwickelt wurden um ein wenig mehr Glück und Hoffnung auf diese Welt zu bringen.
    Inzwischen hat auch meine Familie ihre Meinung geändert und nach viel Ärger stehen sie nun hinter mir.
    Ich hoffe das klang von mir nicht so Oberfromm aber man macht sich eben Gedanken und es sollte nur mal so am Rande sein.


    Nun zu dem Thema Aufklärung:
    Also wenn es bei mir mal so weit sein sollte, habe ich mir gedacht das ich es in den ganz normalen Alltag mit einbinden will von Anfang an.
    So in der Richtung ich bin ihre Mama oder Mutti und dann gibt es noch ganz liebe Leute die mir ganz sehr geholfen haben um das Kind in den Armen zu halten und das sind dann "Mam und Dad".
    Meine Eltern hatten für uns als Kinder immer ein Abendgebet "Müde bin ich geh zur Ruh" am Ende dieses Gebetes dachten wir immer an irgendwelche Leute die uns Nahe stehen zB lieber Gott laß auch Oma und Opa gut schlafen usw.
    Wenn ich irgendwann mal ein Kind habe werde ich wieder dieses Gebet wieder aus der Schublade holen und dann wird " Mam und Dad" einfach mit einbezogen.
    Ich möchte für mein Kind die Eizellspende nicht als was besonderes dastellen, sondern sie ganz normalen mit den Wissen aufwachsen lassen, so das es für sie nichts besonderes ist, meine Kinder werden eben irgendwann mal Mutti und ( V..?) und Mam und Dad haben. Ich hoffe auch das ich damit vielleicht einwenig vorbeuge das sie irgendwann unbedingt ihre Wurzeln ergründen müssen (auch wenn ich sie dabei unterstützen würde) und mich als Mutter vielleicht nicht mehr richtig akzeptieren.
    Auch bei einer Adoption würde ich versuchen es so zu machen.
    Ich hoffe das ich diese Vorsätze auch durchhalte wenn es vielleicht mal soweit ist ;-) .
    lg Thesa

    * Es ist ein Glück, sein Glück zu erkennen.


    * Ich gehe meinen Weg!!! auch wenn es schwer wird

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Thesa,


    Deine Idee ist gut, gefällt mir- nur würde ich mir genau überlegen, ob Du wirklich die Begriffe "Mum and Dad" verwenden willst. Weil es ist ja wirklich Ansichtssache, wie man diese Begriffe definiert und für sich selbst übersetzt. Und ich z.B. würde da "automatisch" an die Personen denken, die ein Kind aufziehen. Und wer weiß, ob Dein Kind/Kinder dann schon denken, es wären auch "Eltern" mit Rechten und Pflichten.
    Ich habe mir ja gerade das Aufklärungs-Bilderbuch für EZSP gekauft, und da wird die Spenderin "Sunshine" genannt. Das finde ich sehr schön, weil für uns ja durch die Spenderinnen auch die Sonne aufging symbolisch.


    Halle Melo,
    es tut mir leid, das es nicht geklappt hat, aber schön, das Ihr schon wieder nach vorne sehen könnt!


    MFG Claudia

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Claudia,
    ja gut das stimmt schon, daran habe ich natürlich nicht gedacht aber o.k. wie man sie dann am Ende nennt wird man dann später sehen vielleicht auch Emma und Emil *lach* aber sunshine ist natürlich super nur für ein kleines Kind was froh ist Mama und Papa sagen zu können vielleicht einwenig zu schwirig ich meine damit nur das ich das kind ja schon mit diesen Teil aufwachsen lassen will mit dem Bewustsein das Mama "Hilfe" gehabt hat. Ihr wißt jedenfalls was ich meine und ich habe ja noch genug Zeit mir paßende Namen zu überlegen.
    ich wünsche euch eine gute Nacht und morgen einen schönen Sonntag
    lg thesa

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  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Quote

    "es ist alles von Gott gegeben und wenn er nun mal nicht möchte das ich Kinder bekomme dann soll ich das so annehmen und nicht damit spielen".
    Im übrigen sahen sie eine Eizellspende oder Embryospende als ein Handel mit einem Geschenk Gottes!.......
    Ja und ich selbst auch Katholisch kann nur sagen, es ist ein Segen das es diese Art von Behandlungen gibt und vielleicht sollte man es auch mal so sehen, dass vielleicht Gott extra dafür gesorgt hat, dass solche Behandlungen entwickelt wurden um ein wenig mehr Glück und Hoffnung auf diese Welt zu bringen.


    Hallo Thesa,
    diese religiösen Überlegungen scheinen mir wichtig, auch wenn ich vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin.


    Ich hätte vor einigen Jahren auch noch gesagt, dass man da "Gott spielt", und das besser sein lässt.
    Nun habe ich mit meinem negativen Embryotransfer ganz direkt gemerkt, was ich doch schon länger denke, dass das mit dem "Gott spielen" sowieso nicht geht.


    Wir können vieles tun, den Rahmen schaffen, usw.... aber ob es zu neuem Leben kommt oder nicht, entzieht sich völlig unserer Kontrolle. Da ist irgendwas anderes am Werk...


    Und ich denke, man kann vielleicht sagen, dass Gott uns Menschen erstaunliche Gehirne gegeben hat, so dass wir erstaunliche Dinge tun und erfinden können. Z.B. Bluttransfusionen, Herztransplantationen, Samenspende.......................................... und heutzutage auch Eizellen- oder Embryospende.
    Wenn man mit den ersten drei einverstanden ist, warum dann nicht mit den beiden letzten ? ? ?


    Es gibt ja das Lied "Kann denn Liebe Sünde sein?" - - - Ich würde sagen: kann denn Kindern auf die Welt helfen, Sünde sein ? ? ? ? ? ? ? ? ?


    In diesem Sinne wünsche ich uns allen alles Gute mit unserem Kinderwunsch!
    Viele Grüsse, Maria.



    (P.S. und von Begriffen wie Mum und Dad für die Spender würde ich persönlich mich auch fern halten.)

    Zech-Institut Pilsen,EZS 10/2008 negativ,
    KET 02/2009 negativ.
    Unica, Brünn:EZS 09/09 negativ,KET 26.11.09 positiv, 15.SSW missed abortion, Ausschabung

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo!


    Bin hier seit langem stille Mitleserin!
    Habe mir auch Gedanken über eine EZSP gemacht, da ich nach einer Erkrankung unfruchtbar geworden bin - aber das würde für mich schon aus ethischen und moralischen Gründen nicht in Frage kommen!


    Ich finde es von vielen Fraune unheimlich egoistisch, diesen Weg zu gehen. Oft wird das Empfinden der Männer bei der ganzen Sache außen vor gelassen.
    Immerhin tragt ihr ein Kind aus, was von ihm und einer anderen Frau "stammt". Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es den Männern DAMIT geht?


    Und dann das Kind - wenn ihr schon eine EZSP macht, dann sagt es bitte NICHT eurem Kind!!!!
    Bei einer Adoption hat es noch die Möglichkeit, seine genetische Mutter zu finden. Bei einer EZSP nicht - und kann so mitunter in ein sehr tiefes Loch fallen! Ein Schaden, der nie wieder gut zu machen ist!


    Bin sowieso geschockt darüber, wie weit manche Fraune gehen. Dafür habe ich kein Verständnis.
    Manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Kinderwunsch-Sache ein Lückenfüller ist - weil man viellcht nichts anderes mehr im Leben hat?


    Aber - das Leben ist schön. Auch ohne Kinder!!!!
    Wie wäre es, wenn einige von euch einfach akzeptieren, dass sie für ein Kind nunmal nicht bestimmt sind? Fangt an zu leben!!!! Engagiert euch sozial - vielleicht grade in Einrichtungen mit Kindern; arbeitet an eurer Beziehung; bildet euch weiter usw. Und - genießt das Leben so wie es ist!
    Und hört bitte auf, lieben Gott zu spielen und in die Natur einzugreifen!


    LG,
    Sch.

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Schmuddel,


    wenn es für dich ok ist, deine Kinderlosigkeit hinzunehmen und das mit sozialem Engagement zu kompensieren, dann ist das wunderbar. Aber übertrag das nicht auf andere und - überhebe dich nicht so über andere. Das ist ja kaum auszuhalten. Der Kinderwunsch ist nun mal unterschiedlich stark. Und das hat weiß Gott nichts damit zu tun, wie ausgefüllt ein Leben ist.


    Ja, die meisten von uns haben sich sehr viele Gedanken über EZS und die Folgen gemacht, und natürlich spielt es eine wichtige Rolle, wie es unseren Partnern damit geht. Aber ich verspüre wenig Lust, mit dir darüber zu diskutieren. Dir geht es mehr darum, ein paar "Egoismus"-Vorwürfe loszuwerden, oder?


    Romy

  • Re: WIE sag ich's meinem Kinde?


    Hallo Schmuddel,
    habe Dir schon in dem anderen Ordner (Fluch und Segen) geantwortet, wo Du das identische Posting auch reinkopiert hast.....warum auch immer....



    LG Claudia