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Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise

  • Hallo,


    leider sind ja bisher noch alle Kinder, die aus EZS oder EMS entstanden sind, zu jung, um sich selber zu äußern.
    Ich bin jetzt aber über ein paar Seiten gestolpert, die von donogener Insemination (also Spendersamen) handeln. Und da gibt es auch schon Seiten, auf denen Kinder aus Samenspenden ihre Sichtweise erläutern. Ich denke mal, daß dies ja sehr ähnlich (aus Sicht des Kindes) zur Situation bei EZS ist.
    Da donogene Insemination schon weitaus länger als EZS praktziert wird, sind die Kinder auch schon älter und können sich selber zum Thema äußern.


    Ich füge mal ein paar Links an, die sich mit dem Thema beschätigen:


    Klein-Putz-Seite zum Thema DI: http://www.wunschkinder.net/in…ng/HeterologeInsemination


    Protokoll eines Radio-Interviews: http://www.swr.de/swr2/program…/swr2-wissen-20070430.rtf



    Homepage eines Kindes, das aus DI entstanden ist: http://www.di-kind.de


    Und noch eine HP eines Samenspendekindes (aus der Schweiz): http://www.kindaussamenspende.ch

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo,


    ich habe erfahren, daß vorraussichtlich am Montag, dem 23.07., um 13 Uhr auf Pro 7 in der Sendung SAM ein kurzer Beitrag über Samenspenderkinder kommt.


    Ich hoffe, daß ich es anschauen kann.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo,


    ich habe gerade erfahren, daß der Beitrag doch nicht heute gesendet wird. Er wurde verschoben. Wann er kommt, ist noch nicht klar.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Wolke : hast du den Beitrag gesehen?
    Ich hab bei der Frau mal nachgefragt, weil mir nicht ganz 100% klar ist, was sie schlimmer findet: die Tatsache der DI an sich oder daß sie von ihren Eltern angelogen (bzw daß die DI verheimlicht wurde) wurde oder daß sie ihren genetischen Vater nie kennenlernen kann.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo Peg,


    den Beitrag habe ich nicht gesehen, aber die Geschichten in den Links gelesen. Der deutsche "Betroffene" schreibt ja sehr ausführlich und ihn hat es mehr gestört, dass seine Eltern ihn bis zu seinem 25. Lebensjahr angelogen haben. als die Tatsache, dass er durch DI entstanden ist. Für sich selber lehnt er eine DI ab, falls er in der Situation wäre und findet eine Adoption in diesem Fall "besser".


    Ich kann seinen Standpunkt schon verstehen und seine ausführliche Stellungnahme hat mich einmal mehr unsicher gemacht, ob EZS der richtige Weg ist, aber ich denke es gibt sicher auch viele Adoptierte, die Probleme mit der Ungewissheit ihrer Herkunft haben.


    Ich bin für mich zu dem Schluß gekommen (diese Meinung hatte ich baer auch vorher schon und hab sie hier unter psycholog. Aspekte auch geschrieben), dass wenn ich ein Kind durch EZS bekäme, ich es dem Kind frühzeitig sagen würde.


    Ich glaube es gibt viele Kinder, egal ob adoptiert oder durch DI entstanden, die Probleme mit iher unbekannten Herkunft haben, gerade, wenn sie es so spät und so unsentimental mitgeteilt bekommen, ich denke es gibt aber auch Kinder/Menschen, die nicht so große Probleme damit haben. Wir wissen ja nicht vorher (auch nicht bei eigenen Kindern, da spreche ich aus Erfahrung), welchen Charakter und welche Sensibilität unsere Kinder haben werden.


    Von daher finde ich bei allem Verständnis für den jungen Mann und seine Problematik, manche der geschilderten Argumente nicht schlüssig, z.B. dass sich seine Eltern zuwenig gedanken gemacht hätten und den einfachsten Weg gegangen sind usw.


    Ich denke heute, auch bei eigenen Problemen mit meinen eigenen,, leiblichen Eltern, dass sie vieles eben einfach nicht besser gewußt und aus bestem Wissen und Gewissen und guten Absichten gehandelt haben.


    Alles in allem betrachtet, fände ich eine offene EZS, wie hier letztens diskutiert, gut, wenn es denn erschwinglich und möglich wäre. ich weiß allerdings nicht, wieviele Spenderinnen dazu bereit wären und ob sich dann nicht viel wenigere finden würden. ich hab ja selber schmerzliche Erfahrungen in DK machen müssen, wo Frauen überzählige EZ aus eigenen IVF versuchen spenden können und ich 1 Jahr auf Östrogen gewartet hab und sich nicht 1 ! Spenderin in der zeit fand. Na ja , das war jetzt am Thema vorbei, zeigt aber wie groß das Tabu zur EZS und den Spenderinnen noch ist.


    Liebe Grüße
    Susanne

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo,


    ich versuche gerade, 2 Dinge zu trennen:
    belastet die Tatsache, daß die Kinder ihre genetischen Erzeuger nicht kennen bzw kennenlernen können, weil die Sache anonym ist
    oder belastet die Tatsache, daß ihnen die Art ihrer Entstehung verheimlicht wurde?


    An der Anomymität kann man ja zur Zeit zumindest im EZS/EMS-Bereich nicht viel ändern (ok, mit großem aufwand vielleicht) und man muss akzeptieren, daß die Spende anonym abläuft.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Liebe peg, liebe Wolke
    die Geschichte macht mich auch sehr nachdenklich. Eine kleine Geschichte am Rande :
    Meine Familie spaltete sich nach dem Krieg. Ein Teil ging in den Westen, der andere Teil blieb im Osten.
    Ich bin aus dem Ost-thread, finde mich aber bis heute in der Familie schlecht zurecht. Streit gab es immer, ich zog mit 18 aus, die kulturellen Unterschiede waren zu groß. Mittlerweile wohne ich 200 km entfernt, die Situation ist befriedet, manchmal fahre ich mit Freunden oder Arbeitskollegen in die Region und besuche die Eltern zum Kaffee. Kürzlich fragte mich eine Kollegin, ob ich das leibliche Kind meiner Eltern bin.............Definitiv hat mich meine Mutter zur Welt gebracht und mein Vater ist mein Vater, aber die Seele ist doch eine andere. Es kostete mich viel Zeit und Nerven das zu akzeptieren.Wichtig ist m.M. eine eigene Familie zu haben und endlich mal alles besser machen zu können, was unsere Eltern verbockt haben.
    Das würde ich auch dem jungen Mann empfehen, der ja mittlerweile auch 30 ist. Im Hier und Jetzt leben ist das Motto und nicht das Leben an sich vorüber ziehen lassen.
    Ganz liebe Grüße von bourgon

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Der Mann ist übrigens eine Frau :D. so hab ich es zumindest verstanden.


    Klar, man hat oft mit irgendwelchen Widrigkeiten zu kämpfen und muss sein Leben irgendwie auf die Reihe kriegen. Aber wenn einen so eine Information (wie z.b. daß die Eltern gar nicht die genetischen Eltern sind) in einer ungünstigen Lebensphase trifft, dann hat man sicher lange dran zu knabbern. Das kann einen evtl auch erst mal aus der Bahn werfen. Pubertät ist z.B. ein sehr ungünstiger Zeitpunkt für so was.


    Was ich mir auch noch überlegt habe: oft wird so ein "Familiengeheimnis" auch auffliegen, wenn etwas Unvorhergesehens passiert: z.B. schwere Krankheit, "Beichte" auf dem Sterbebett, Trennung des Elternpaares (evtl ist Papa dann sauer, daß er Unterhalt zahlen muss, obwohl er das Kind gar nicht gezeugt hat), Krach eines ehemals "guten" Freundes, der Bescheid wußte und jetzt mal die Wahrheit rausläßt.


    Bei der Frau aus dem Fernsehbeitrag (ist auch die Frau, die die schweizer HP betreibt) kam es durch die Blutgruppe raus. Heutzutage achten die Klinken ja auf sowas. aber wer weiß, was in 30 jahren alles routinemäßig untersucht wird, was verräterisch sein könnte. Vor 30 jahren dachte scheinbar die Klinik noch nicht drüber nach, daß die blutgruppe abgestimmt sein sollte.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Also ich wollte euch mal mitteilen: so wie ich es verstanden habe, sind es 2 Punkte, die die eine der Betroffenen sehr belastet:
    1. daß ihr die Tatsache der DI solange verschwiegen wurde.
    2. die Anonymität. Also daß sie so gar nichts über ihren Erzeuger erfahren kann.


    Insofern habe ich (zum jetzigen zeitpunkt. Kann sich ja evtl im Laufe der Zeit noch ändern :D) für mich beschlossen, daß ich das Kind schon in dem Bewußtsein aufwachsen lassen möchte, daß "ein Doktor das Baby in Mamis Bauch gesetzt hat" Je nach Alter und Neugier des Kindes kann man das dann erweitern auf "im Ausland" und irgendwann dann auch "EZS".


    Und (und das ist für mich jetzt neu hinzugekommen), daß ich versuchen werde, möglichst viele Informationen über die Spenderin (oder die Spender im Falle einer EMS) zu erfahren. Evtl kann man den Arzt ja ein bißchen löchern, damit er mehr Details verrät (Alter, Aussehen, weitere Kinder vorhanden etc). auch wenn es für einen selber nicht wichtig erscheint, ist es für das Kind evtl später doch hilfreich, wenn man ihm wenigstens ein bißchen was erzähelen kann.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo peg,


    danke für deine links, die ich gerade erst gesehen habe.
    die Seite des di-kindes hat mich sehr nachdenklich gemacht. meiner meinung nach sollte es sogar einen rechtsanspruch für die kinder geben, die durch ezsp oder hi/di entstanden sind, ihren genetischen vater/mutter zu erfahren. ich verstehe einfach nicht, was gegen eine "offene ezsp" oder "offene hi" spricht. warum denn nur dürfen/müssen/sollen die spenderinnen anonym bleiben?! für mich ist das der grund, mich jetzt gegen eine ezsp zu entscheiden. ich möchte mein kind nicht belügen, ich möchte, dass es eine eigene identität entwickeln kann, die auf wahrheit beruht. eine WIRKLICHE identität - und keine falsche.
    das thema und die verlogenheit mancher machen mich sehr traurig.


    liebe grüße von ursula

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    @tumba: ich selber könnte mit einer offenen EZS auch gut leben. Allerdings ist für mich das Thema auch nicht sooo wichtig, daß ich deswegen auf eine EZS verzichten würde. Es ist doch "nur" eine EZ.
    Ich hoffe aber, daß dem hoffentlich entstehenden Kind das Thema um die Identität der Spenderin auch nicht sooo wichtig ist. Sonst ist es echt eine blöde Situation.
    Man könnte es ja so regeln, daß das Kind z.b. ab 18 einblick in die Akte erhalten kann. Und man könnte es auch so regeln, daß sowohl anonyme als auch offene Spende möglich ist.


    Was ich aber gar nicht verstehe: Warum gibt es bei DI soviele Aufklärungs-Befürworter, während es bei EZS fast nur Aufklärungsgegner gibt. kann mir das mal jemand erklären? Ist doch eigentlich diesselbe Situation.

  • Re: Aufklärung des Kindes? Oder: wie wichtig ist mir Wahrheit?!


    Hallo peg,


    ich wusste gar nicht, dass es bei der EZSP nur Aufklärungsgegner gibt.... Also, ich gehöre mit Sicherheit NICHT dazu! Du hast natürlich völlig recht: es ist für das Kind dasselbe wie eine Samenspende.
    Die Idee, mit 18 Einblick in seine Akte zu erhalten, finde ich sehr gut. Jedenfalls muss es irgendeine rechtliche Regelung geben, denn so geht es einfach nicht, dass Kindern ihr genetischer Vater/Mutter verschwiegen werden kann. Es ist nicht nur für die psychische Gesundheit wichtig, zB zur Identitätsbildung, sondern auch in medizinischer Hinsicht sind ja genetische Fragen nicht zu vernachlässigen. Zum einen für eventuell genetisch vorbestimmte Krankheiten. Zum anderen: Was passiert eigentlich, wenn ein durch Samenspende/EZSP gezeugter Junge seine Halbschwester kennen lernt, aber gar nicht weiß, dass es seine Halbschwester ist und die beiden gehen eine Beziehung ein?!
    Persönlich für mich finde ich die Herkunft der Mutter auch nicht so wichtig, es wäre kein Hindernis für eine EZSP für MICH. Aber ich denke an das Kind: jedes Kind will irgendwann wissen, wo es genetisch her kommt.
    Diese ganzen Argumente der Aufklärungsgegnerinnen nach dem Motto "was bringt das denn dem Kind, wenn es die Wahrheit kennt" finde ich totalen Schwachsinn. Denn hier geht es doch einfach um die Frage, wie wichtig ist Wahrheit?! Wie gehe ich mit Wahrheit um?! Und das bei Menschen, die mir am Nächsten stehen!
    Natürlich kann ich mein ganzes Leben auf Lügen aufbauen, kann - zum Beispiel - fremd gehen, und sagen, ach, das ist nur körperlich, ich liebe meinen Mann, was bringt es ihm denn, wenn er die Wahrheit kennt?! Und so kann ich es mit allem halten (zB auch bei den immer wieder zitierten Seitensprung-Kinder). Aber es kann doch nicht sein, dass ich nur aus Angst vor Reaktionen des Kindes zu einer Befürworterin der Lüge werde!
    Die EZSP/Samenspende wird anscheinend als etwas ganz anderes angesehen als eine Adoption - dabei ist sie in vielfacher Hinsicht ähnlich. Ich finde, es wird einfach zu wenig über die ethischen Aspekte nachgedacht, über die Folgen, wahrscheinlich weil es noch ein ganz neues Thema ist - anders als die Adoption. Und weil es dabei auch um so viel Geld geht, dass es vielleicht vielen Ärzten lieber ist, wenn dieses Thema nicht angesprochen wird.
    Die Seite des DI-Jungen hat mich tief erschüttert. Ich bin sehr froh, dass ich sie gelesen habe und werde weiter forschen, wo es die Möglichkeit einer "offenen EZSP" gibt.


    Liebe Grüße Ursula

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hallo,


    sicher sind nicht alle EZS-Paare Nicht-Aufklärer. Aber ich würde mal sagen, so "gefühlte" 90%?! Bei DI hab ich den Eindruck, daß hingegen wiederum "gefühlte" 90% ihr Kind aufklären wollen. Ein paar Leute werden es dann evtl trotzdem nicht machen. Also gehen wir mal von ca 70-80% Aufklärer bei DI aus.


    Diese unterschiede kann ich mir nicht erklären. Hat jemand eine antwort oder eine idee für mich? Würde mich echt interessieren.


    Die Argumente der Nicht-Aufklärer sind für mich auch durchaus nachvollziehbar. WENN das Kind nicht irgendwie später durch Zufall drauf kommt, dann wäre es evtl tatsächlich für das Kind das emotional einfachste.
    Aber WENN es die Wahrheit spitz bekommt, evtl sogar noch in einem "schwierigen" Alter (Pubertät z.B.), dann hat man sich echt einen familiären Super-Gau fabriziert.
    Dazu kommt, daß ich persönlich verdammt schlecht bin im Lügen und Vertuschen :D. Ich würde mich bestimmt irgendwann verplappern. Oder aber ich wäre immer und ständig total verkrampft, daß mir bloß nix rausrutscht.


    Dein Argument mit der Ehe unter Blutverwandten ist nicht unbedingt haltbar: Es gibt soviele "Kuckuckskinder". Da ist es viel wahrscheinlicher, daß Halbgeschwister unwissentlich Nachwuchs zeugen. Denn da besteht ja auch noch die räumliche Nähe, da der Erzeuger meist aus dem Umfeld sein wird. Hingegen verteilen sich Halbgeschwister bei EZS oder DI über tausende von Kilometer.
    Und: je weiter man zurück schaut, desto häufiger kamen Verbindungen unter Blutsverwandten vor (weil die Leute früher nicht aus dem Dorf rauskamen). Und auch da gab es Kuckuckskinder (es gab ja wenig sonstige Freizeitbeschäftigungen :lol:). Und davon ist die Welt auch nicht untergegangen.


    Offene EZS gibts übrigens in großbritannien. allerdings gibts da unendliche Wartelisten. Nicht weil alle nun offenen EZS machen möchten, sondern weil kaum Spenderinnen zu finden sind. Die Seite der Spenderin muß man natürlich auch bedenken. Da man praktisch keine Kontakte zu ihnen hat und kein Austausch stattfindet, ist es für mich sehr schwer, sich in deren Kopf reinzudenken.

  • Re: Aufklärung des Kindes? Oder: wie wichtig ist mir Wahrheit?!


    [quote author=Tumba1976 link=topic=3965.msg37941#msg37941 date=1188948642]
    die verlogenheit mancher [/quote]



    [quote author=Tumba1976 link=topic=3965.msg37980#msg37980 date=1189001558]
    finde ich totalen Schwachsinn. [/quote]




    Jetzt ist es aber gut. Was denkst du dir eigentlich ? Du platzt hier in unser Forum herein und wirfst mit Beleidigungen nur so um dich.


    Du urteilst von deinem Hohen Roß herunter über uns Mütter, über uns EZS-Eltern hier. Wir haben nach reiflichen Überlegungen, nach bestem Wissen und Gewissen beschlossen, das aus unserer Sicht Beste für unsere Kinder zu tun.


    Ohne dich überhaupt an einer der Diskussionen beteiligt zu haben, tönst du hier mit einer Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit herum, als hättest du die Weisheit gepachtet.



    Ich kann die Sichtweise der "Aufklärer" auch schwer nachvollziehen, aber ich RESPEKTIERE sie, weil auch diese Eltern denken, das Beste für ihre KInder zu tun.


    Und etwas mehr Respekt der Denk- und Lebensweise anderer würde dir und deinen Beiträgen hier auch gut tun.




    Wenn jemand wie du behauptet, die Wahrheit wäre immer und in jeder Lebenslage das einzig richtige, zeugt das für mich nur von einer sehr geringen Lebenserfahrung.





    Mäßige also bitte deine Ausdrucksweise, das Diskussionsniveau und die Forumsnettiquette sind hier normalerweise sehr gut.






    Josi

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Hoho Brauner!!!


    Immer mit der Ruhe. Ich glaube nicht, daß Tumba jemanden angreifen wollte. Das sind Themen, in die man reinwachsen muss. Anfangs findet man evtl die eine oder andere Sichtweise befremdlich.


    Mein Kiwu-Arzt sagte übrigens als ich ihn darauf ansprach, daß ich das Kind aufklären würde: "Bedenken Sie, daß Sie Jahre gebraucht haben, um zu der Sichtweise zu kommen, die Sie jetzt haben. Evtl überfordet man einen Menschen, wenn man ihm so etwas auf einmal offenbart"


    Ich glaube auch, daß die SP-Kinder der angebenen HPs überfordert wurden. Möglicherweise werden sie irgendwann einmal ihre Meinung relativieren und ein gewisses Verständnis für das Handeln ihrer Eltern aufbringen.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Peg, mir ging es nicht um die Sichtweise. Ich bin durchaus in der Lage, einem anderen Menschen eine andere Meinung zuzugestehen ;-) .


    Mir ging es um die überhebliche respektlose Ausdrucksweise, in der da abgeurteilt wurde. Grade wenn man von etwas keine Ahnung hat und in ein Thema erst mal "reinwachsen" muß, sollte man behutsam vorgehen.


    Außerdem denke ich nicht, daß die Dame einen Fürsprecher braucht. Und ich muß auch nicht von dir "gezügelt" werden. Auch wenn du es sicher nur gut gemeint hast.


    Im übrigen betrachte ich es durchaus als Angriff, wenn mir Verlogenheit und Schwachsinn vorgeworfen wird. Und da diskutiere ich auch nicht mehr.

  • Re: Aufklärung des Kindes? andere Sichtweise


    Josi : ich wollte nur vermeiden, daß ihr Euch jetzt evtl wegen 2 sicher nicht ganz geschickt gewählten Formulierungen die Köpfe einhaut und damit die interessante Diskussion abwürgt. Aber ok, ich halt mich raus :).

  • Aber bitte! Nicht ablenken! :-)


    Huhu Josi!


    Du hast mich falsch zitiert! Sicher ein Versehen, dass Dir in der Aufregung unterlaufen ist. Kein Problem! Ich schreibe es einfach noch einmal, so wie ich geschrieben hatte.


    Ich habe im ersten Beitrag geschrieben:


    "die verlogenheit mancher macht mich sehr traurig."


    Und im zweiten Beitrag:


    "Diese ganzen Argumente der Aufklärungsgegnerinnen nach dem Motto "was bringt das denn dem Kind, wenn es die Wahrheit kennt" finde ich totalen Schwachsinn. Denn hier geht es doch einfach um die Frage, wie wichtig ist Wahrheit?! Wie gehe ich mit Wahrheit um?! Und das bei Menschen, die mir am Nächsten stehen!"



    Verlogenheit macht mich sehr traurig, und die Argumente der Aufklärungsgegner finde ich nach wie vor - höflicher formuliert - schlichtweg nicht treffend. Ich denke nach wie vor, was ich denke und bleibe dabei. Dies ist ein offenes Forum, und hier die Stelle, wo man über die Problematik der EZSP und die genetische Herkunft des Kindes diskutieren kann. Die Kinder haben ja nun mal eine genetisch andere "Mutter/Vater". Und ich bin mir deshalb ziemlich sicher, dass eine Pflicht zur Aufklärung in nicht allzulanger Zeit zumindest europaweit gesetzlich geregelt werden wird.


    Es macht doch keinen Sinn, von einer Diskussion durch einen Nebenschauplatz abzulenken und persönlich und unsachlich zu werden, auch wenn man sich danach vielleicht besser fühlt.


    Du hast geschrieben:
    Wenn jemand wie du behauptet, die Wahrheit wäre immer und in jeder Lebenslage das einzig richtige, zeugt das für mich nur von einer sehr geringen Lebenserfahrung.


    Bitte erspare doch Dir und mir Deine hasserfüllten Bewertungen und versuche wirklich, ein wenig sachlicher und souveräner zu werden. Ja, ich glaube an die Wahrheit und möchte nicht belogen werden und möchte niemanden belügen, der mir nahe steht. Nur wenn ich die Wahrheit kenne, kann ich mir ein eigenes Urteil bilden. Du kannst das gerne anders sehen, und die Lüge proklamieren - und ich spreche Dir dafür auch nicht die Lebenserfahrung ab! :lol: Ich werde das auch nicht bewerten oder Dich dafür verurteilen, denn das muss jeder vor sich selbst verantworten. Mir geht es um ARGUMENTE! Niemand wollte Dich oder irgendjemanden angreifen, und so waren meine Worte auch überhaupt nicht formuliert. Wenn Du Dich dennoch angegriffen fühlst, dann ist das Dein Problem und verrät mir nur, dass Du bei diesem Thema wohl sehr, sehr empfindlich und doch nicht so sicher und überzeugt bist. Das tut mir sehr leid und ich werde versuchen, zukünftig mehr Rücksicht zu nehmen und mich mit Hinblick auf diese wunde Stelle ein wenig vorsichtiger ausdrücken.


    Nun sollten wir aber wirklich aufhören, uns auf dieser unergiebigen Metaebene zu bewegen und zum eigentlichen Thema zurück kommen. Viele Menschen versuchen ja immer, durch Streite auf der persönlichen Ebene von der eigentlichen Problematik abzlenken. Aber dazu gehören wir beide doch nicht, oder?! Und das wäre bei diesem Thema und der sehr interessanten Diskussion und den - jedenfalls für mich - erschütternden Internet-Seiten des di-kindes wirklich auch jammerschade.


    Und nun zurück zum Thema und den Argumenten von peg:
    Zu der Frage, warum mehr Menschen die Aufklärung bei der Samenspende befürworten - tja, das ist wirklich interessant und liegt meiner Ansicht nach wohl daran, dass das Thema "fremder Vater" den Menschen natürlich viel geläufiger ist, weil es das ja durch die Seitensprung-Kinder schon seit Menschengedenken gibt und man deshalb irgendwie leichter damit umgehen kann. Es kommt mir so vor, als wäre es nicht so ein Tabu-Thema, wie die EZSP. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen, mit denen ich darüber spreche, es nicht verstehen und nicht fassen können und teilweise sogar peinlich finden, dass eine Mutter, die das Kind austrägt, nicht die wahre genetische Mutter ist. Auch betroffenen Paaren fällt es viel leichter, die Samenspende zuzugeben, als zuzugeben, dass ihr Kind aus einer EZSP entstanden ist. Ich habe das nur beobachtet, ich selbst sehe das völlig anders und finde - wie schon geschrieben - beides gleich.
    Ich denke, dass es über kurz oder lang eine öffentliche Diskussion darüber geben wird. Bisher war die EZSP in den deutschen Medien ja nur ein Randthema, auch weil sie eben in Deutschland nicht erlaubt ist. Es muss aber nur mal ein Journalist eines meinungsbildenden Mediums auf die Idee kommen, und das Thema aufgreifen und Zahlen zusammen tragen, wieviele Frauen aus Deutschland für eine EZSP ins Ausland gehen, und schon wird es ein öffentliches Thema und die Politik wird reagieren müssen. Ich denke und hoffe, dass die Folge sein wird, dass die EZSP auch in Deutschland erlaubt wird und das man eine rechtliche Regelung zur Aufklärung findet, zB Eintrag in die Geburtsurkunde/Mutterpass über die Entstehungsmethode des Kindes. Schon jetzt wird die kwB ja in den Mutterpass eingetragen.


    Zu dem Argument, dass es insbesondere früher, als die Menschen nicht aus ihrem Dorf gekommen sind, immer schon Verbindungen unter Blutsverwandten gab und die Welt davon nicht untergegangen ist: Stimmt! Aber mit der Folge, dass ganze Dörfer zahlreiche geistige Behinderte zu ihren Bewohnern zählten. Und wenn man das vermeiden kann, sollte man das doch möglichst heute nicht wiederholen, oder? Wir leben ja schließlich in einem "global village" und wenn man solche Katastrophen durch schlichte Aufklärung vermeiden kann, sollte man das doch auf alle Fälle tun.


    So, nun habe ich genug geschrieben und wünsche eine gute Nacht!


    Liebe Grüße von
    Ursula