In vielen Kliniken wird neben der "normalen" Eizellspende auch die sog. Embryonenspende angeboten. Dies ist eine Möglichkeit, die für einige Kinderwunschpaare auch in den Fokus rücken kann.

Einfach gesagt, bedeutet Embryonenspende, dass "überzählige" Embryonen aus anderen Behandlungszyklen (evtl. aus IVF-Behandlungen) vorhanden sind. Diese Embryonen stammen meist von Kinderwunschpaaren, die ihre Kinderwunschbehandlung abgeschlossen haben, welche aber die noch vorhandenen Embryonen nicht vernichten wollen. Sie sind eigentlich immer kryokonserviert (eingefroren) und müssen nur noch für den Embryonentransfer aufgetaut werden. Sehr selten gibt es die Embryonenspende auch mit "frischen" Embryonen. Sollte eine Embryonenspende mit frischen Embryonen möglich sein, muss das Kinderwunschpaar (zumindest die Frau als Empfängerin) jedoch zeitlich sehr flexibel sein.

Die Embryonenspende hat "Vorteile" aber auch "Nachteile", diese sollten auf jeden Fall gut überlegt und durchdacht sein.

Vorteile:

  • Meist relativ kurze Wartezeiten. Die Klinik muss keine Spenderin suchen und diese extra stimulieren, da die Embryonen schon "vorhanden" sind.
  • Meist billiger als Eizellspende. Die Kosten für die Stimulation der Spenderin fallen nicht mehr an
  • Einfache Planung des Zeitpunktes für den Embryonentransfer. Da die Embryonen eingefroren sind, müssen diese für den Transfer nur noch aufgetaut werden. Das Kinderwunschpaar muss nicht "Stand-By" stehen, es kann den Transferzeitpunkt frei wählen.

Nachteile:

  • Keine Auswahl der Spenderin möglich. Die Kliniken bieten meist nur an, dass Embryonen vorhanden sind, es kann im Normalfall nicht auf besondere Anforderungen des Kinderwunschpaares an die Spenderin eingehen.
  • Keine Gene von Mann und Frau. Bei einer Embryonenspende stammt nicht nur die Eizelle von einer Spenderin auch das Sperma stammt von einem Spender oder einem Mann eines Kinderwunschpaares
  • Evtl. kein Transfer möglich. Da trotz modernster Technik in den Kinderwunschkliniken nicht gewährleistet ist, dass die Embryonen den "Auftauvorgang" überleben, kann es passieren, dass keine Embryonen zum Transfer zur Verfügung stehen.

Egg-Sharing
Immer seltener bieten Kinderwunschkliniken auch das sog. "Egg-Sharing" an. Es ist ebenfalls eine Variante der Eizellspende.

Aber was bedeutet das nun genau?

Beim Egg-Sharing wird eine Spenderin für mehrere Kinderwunschpaare stimuliert, d.h. nach der Punktion der Spenderin werden die vorhandenen Eizellen unter den Kinderwunschpaaren "aufgeteilt". Jedes Paar erhält eine meist geringe Anzahl von Eizellen, da die Kliniken im Normalfall darauf achten, die Spenderin nicht übermäßig zu stimulieren. Wie bereits geschrieben, ist es eine Variante, die immer seltener wird. Die meisten Kinderwunschpaare haben ihre eigenen, individuellen Anforderungen an die Spenderin oder möchten die Eizellen "ihrer" Spenderin nicht mit anderen Kinderwunschpaaren teilen. Wenn der männliche Faktor auch noch eine Rolle spielt, d.h. das Sperma eine schlechte Qualität hat, sollte man von dieser Variante Abstand nehmen.

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