Die Wahl der richtigen Eizellspenderin ist nicht einfach, weder für das Kinderwunschpaar, noch für die behandelnde Klinik. Jedes Paar hat andere Anforderungen an die Spenderin, die leider nicht in jeder Klinik erfüllt werden können. Als markantestes Beispiel sei hier die ethnische Herkunft/Hintergrund genannt. Daher muss bei der Suche nach der richtigen Spenderin eine sehr enge Abstimmung zwischen Klinik und Kinderwunschpaar erfolgen.

Es gibt zwei unterschiedliche Varianten bei einer Eizellspende:

  • Anonyme Eizellspende
    Eine anonyme Eizellspende bedeutet, dass das Kinderwunschpaar die Spenderin ihrer Eizellen nicht kennt und noch nie gesehen hat oder sehen wird. Diese Variante der Eizellspende ist die häufigste. In einigen Kliniken kann das Paar, dass die Eizellspende empfängt, zumindest ein paar Merkmale der Spenderin angeben. Die Klinik berücksichtigt diese Merkmale dann bei der Auswahl der Spenderin.
  • Offene Eizellspende

Eine sog. "offene Eizellspende" ist nur in wenigen Ländern möglich. Meist erfolgt die Suche nach einer Spenderin über eine Agentur. Diese haben ein "Portfolio" von potentiellen Spenderinnen, aus diesen kann sich das Kinderwunschpaar seine Spenderin aussuchen.

In den meisten Ländern erfolgt die Eizellspende mit einer anonymen Spenderin. Das Kinderwunschpaar kann nur ein paar Merkmale angeben, die für sie wichtig sind. Aufgrund dieser Parameter erfolgt dann die Auswahl der Spenderin durch die Klinik. In einigen Kliniken erhält man einen ausführlichen Bericht über die Spenderin mit Kinderbildern, dieser beinhaltet meist folgende Informationen:

  • Alter
  • Körpermerkmale (Augenfarbe, Haarfarbe usw.)
  • Familienstand
  • Kinder
  • Hobbys
  • Schulische Bildung
  • Ausbildung/Beruf
  • Medizinische Untersuchungsergebnisse
  • Familienanamnese
  • Evtl. Kinderbilder

Je mehr Informationen die Klinik zur Verfügung stellt, umso besser kann sich das Kinderwunschpaar einen Eindruck von "Ihrer" potentiellen "Eizellspenderin" machen. Allerdings sind diese Informationen nicht in jedem Land so umfangreich möglich, da es zum Teil gesetzliche Vorgaben über die Weitergabe von Informationen über die Spenderin gibt.

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